Um den Kohlenstoffdioxidausstoß von Kraftfahrzeugen zu reduzieren, werden in der Automobilindustrie grundlegende Transformationen herbeigeführt. Die Elektrifizierung der Antriebe ist Teil dieser Transformation und leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität. Der Bereich ist verantwortlich für den Einkauf und die Lieferantenqualität von Komponenten für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und dadurch bedeutsamer Treiber des Wandels. Reifegrad- und Zielkostenerreichung stehen dabei im Fokus der Arbeitstätigkeit.
Die sich daraus ergebende Elektrifizierungsoffensive führt zu einem signifikanten Bedarfsanstieg von Hochvolt(HV)-Komponenten. Der schnelle Wandel vom Nischen- hin zum Kerngeschäft offenbart deutlich, dass die Fertigungskonzepte der Lieferanten nie auf die stark gestiegenen Stückzahlen, unter Berücksichtigung der gewünschten Qualitätsanforderungen, ausgelegt worden sind.
Als Resultat entsteht eine HV-Leitungssatzfertigung die größtenteils von manueller Wertschöpfung geprägt ist. Die monetären Potenziale, die eine Automatisierung in der Fertigung bietet, sind dabei noch nicht vollumfänglich berücksichtigt. Vor allem in der Montage wird der Funktion des Handhabens bisher nur eine untergeordnete Rolle zugesprochen. Maßgebende sich hieraus ergebende Rationalisierungspotenziale bleiben oft ungenutzt.
In einem ersten Schritt soll eine allgemeine Methodik am Beispiel der HV-Steckerkonfektion erstellt werden, die den technischen Aufwand der automatisierten Bereitstellung von Komponenten in der Montage quantifiziert. Basierend auf diesen Erkenntnissen soll ein Vorgehen entwickelt werden, welches eine Aussage darüber zulässt, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, einzelne Komponenten automatisiert bereitzustellen. Das Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, den aus wirtschaftlicher Sicht optimalen Einsatz von Betriebsmitteln, für die automatisierte Bereitstellung von Komponenten in der HV-Steckermontage, zu identifizieren.
Über Ihre fachpraktische Tätigkeit hinaus, erhalten Sie einen Einblick in die interdisziplinäre Arbeitsweise eines Qualitätsingenieurs*in.
Ihre Aufgaben:
- Einarbeitung in den Bereich der alternativen Antriebe
- Einarbeitung in das charakteristische HV-System eines BEVs und PHEVs
- Einarbeitung in die verschiedenen Prozessschritte eines Konfektionärs
- Analyse der vorherrschenden Bereitstellungsprinzipien, -arten und mengen in der Konfektion eines HV-Steckers
- Erstellung einer Methodik zur Quantifizierung des automatisierten technischen Bereitstellungsaufwandes
- Ermittlung einer Vorgehensweise zur Bestimmung des Bereitstellungspotenzials
- Erstellung eines Leitfadens zur Bestimmung des optimalen Einsatzes von Betriebsmitteln zur automatisierten Bereitstellung von Komponenten in der Fertigung von HV-Steckern
- Ermitteln und Aufzeigen von Handlungsfeldern
- Bearbeitung der Lösungsschritte u.a. durch Literaturrecherche, Interviews von DAI-Fachexperten, Auswertung von Lieferantenliteratur und unterlagen sowie ggf. Lieferantenbesuche
Die endgültige Themenfindung erfolgt in Absprache mit der Hochschule, Ihnen und uns.
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